Was wird uns die Zukunft bringen?

Was wird uns die auf Big Data basierende Zukunft bringen?

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Die einen sehen in Big Data das perfekte Mittel um einen allumfassenden Überwachungsstaat aufzubauen, die anderen sehen eine Zukunft, in der viele Probleme von Algorithmen bereits gelöst werden, bevor sie überhaupt entstehen. Fakt ist, durch Big Data ändert sich unser Leben grundlegend. Wie bei der Einführung des Buchdrucks (oder jeder beliebigen Technologie) werden die verschiedensten Lebensbereiche neu geordnet und unter Umständen gar neue Lebensbereiche generiert. Stellen Sie sich nur mal vor, wie das Internet die Welt verändert hat. Genauso verhält es sich mit Big Data. Ein totales Abblocken jeglichen Fortschritts aus Angst einer totalen Überwachung wäre ebenso fatal, wie eine blinde Erfinderwut aus lauter Angst vor einem Stillstand.

Mit Big Data lassen sich nämlich wunderbare Dinge anstellen. Für Krebskranke können die passenden Heilmethoden gefunden werden, Neugeborene können mittels Frühwarnsystem gerettet werden, die Polizei sorgt für eine sichere Umgebung und selbst Brände können mittels Big Data-Vorhersagen verhindert werden. Die Liste der aktuellen positiven Einflüsse auf unser Leben liesse sich ins unendliche weiterführen und der Nutzen von Daten wird erst gerade entdeckt. So gibt es auch die Vision eines vollständig individualisierten Welt. Hierzu ein schönes Beispiel einer solchen Zukunft bietet folgendes Video.


 

Auch die negativen Seiten von Big Data lassen sich nicht verschweigen. Zu Beginn unseres Blogs sind wird recht ausführlich auf die dunklen Seiten eingegangen. Gefährlich wird Big Data, wenn wir uns ausschliesslich auf die Aussagen der Algorithmen verlassen. Denn Big Data liefert nur das Ergebnis und nicht weshalb dieses Ergebnisses zustande kommt. Es könnte durchaus sein, dass ein Algorithmus ausspuckt, dass Personen, die orange Halstücher tragen zu Amokläufen auf öffentlichen Plätzen neigen. Werden aufgrund dessen, sämtliche Menschen mit orangen Halstüchern überwacht oder gar verhaftet ist das mehr als nur problematisch. Das gleich gilt, wenn vorsorglich Daten gespeichert werden (egal ob von Staaten oder Firmen), um diese später unter Umständen gegen einzelne Personen verwenden zu können. Mayer-Schönberger (S. 245) sieht auch ein Problem darin, das Big Data unter anderem auf Daten aus der Vergangenheit beruht. Somit würde es unmöglich, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und eine neue, unbelastete Zukunft zu starten.

Mayer-Schönberger (S. 247 ff) sagt aber auch aus, dass eine allumfassende Vorhersage mittels Big Data nie möglich sein wird, da er es auch in der Zukunft als unwahrscheinlich erachtet, dass sämtliche auf dieser Welt vorhandenen Informationen in analysierbarer Form zur Verfügung stehen können. Daher werden Vorhersagen, die auf Big Data basieren immer fehlerbelastet sein. Was wiederum dazu führt, dass man sich zu keiner Zeit nur auf diese Daten stützen sollte. Viel mehr dient Big Data als Ressource und Werkzeug. Ressourcen und Werkzeuge die von kreativen Menschen entwickelt werden, welche Bereiche erforschen die für Nicht-Dataanalysten jenseits allem Vorstellbaren sind.

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass unsere Welt durch Big Data vollkommen umgewälzt wird. Wohin uns die Zukunft führt, wird sich zeigen. Es wird eine Zukunft sein, die wenig mit der heutigen Welt zu tun haben wird. Was für eine Zukunft dies sein wird, kann niemand vorhersagen. Die Richtung jedoch kann jeder selbst mitbestimmen, indem er sich für seine Anliegen einsetzt und sich durch eigenständiges Denken selbst eine Meinung bildet. Denn die Zukunft von Morgen wird durch Taten von Heute gestaltet.

 

(Autorin: N. Christen)

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