Big Data – mehr als eine Zukunftsvision

Wie in den vorausgehenden Beiträgen hervorgeht, ist Big Data schon längst keine Zukunftsversion mehr. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten  Anwendungen und Anwendungen welche einfach mal erwähnt sein sollten.

Während der Ausbreitung des H1N1 Virus im Jahr 2009 wurde die Medizinwelt auf Google Flu Trends aufmerksam.  Diese Anwendung wurde zufälligerweise wenige Wochen vor dem Auftreten von H1N1 in einer Fachzeitschrift der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Autoren des Artikels behaupteten, dass Google durch die Analyse seiner erhaltenen Suchanfragen die Ausbreitung von Grippewellen in Echtzeit voraussagen kann. Und sollte Recht behalten, da die Daten von Google mit denjenigen des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) überinstimmten. Letzteres berechnete die Grippewelle aufgrund der tatsächlich diagnostizierten Grippefälle in den USA. Google Flu Trends wurde in den darauffolgenden Jahren als Musterkind von Big Data gefeiert. (Mayer-Schönberger et al., 2013) Bis Anfang dieses Jahres bekannt wurde, dass Google die so genannten Peaks viel zu höher berechnet hat, als es tatsächlich Erkrankungen gegeben hat. (Butler, 2013)

Oren Etzioni entwickelte 2003 die Idee zu „Hamlet“. Hamlet ist ein Programm, welches die Ticketpreise von Fluggesellschaften vergleicht und gleichzeitig berechnet, ob die Preise tendenziell eher steigen oder sinken und empfiehlt den Kunden zu kaufen oder zu warten. Dies auf Grundlage der Daten der meisten amerikanischen Fluggesellschaften.  (Mayer-Schönberger et al., 2013)

Big Data umgibt uns bereits heute ständig. Spamfilter analysieren Mailinhalte mittels Big Data und sortieren verdächtige Mails aus. Online Partneragenturen berechnen, welche Personen zu uns passen (könnten). Beim sogenannten Targeting schalten Shopping Portale Werbung aufgrund unseres Kaufverhaltens auf den verschiedensten Webseiten auf. Sobald wir bei Google einen Begriff eingeben, werden uns mehr oder weniger passende Suchvorschläge angezeigt. Selbst die Autocorrect Funktion unserer Smartphones funktionieren mittels Big Data (Mayer-Schönberger et al., 2013). Kreditunternehmen berechnen unsere Kreditwürdigkeit aufgrund unseres Verhaltens im Internet und auf Social Media. Die Polizei von Santa Cruz verzeichnet mit Hilfe von PredPol einen markanten Anstieg an Festnahmen. Wie wenn nicht durch Big Data kann die Logistik von Frachthäfen – wie zum Beispiel in Hamburg – überhaupt bewältigt werden? (Spiegel, 2013)

Es gäbe noch unzählige Beispiele davon, wie sich Big Data bereits in unserem Alltag integriert hat. Denn ohne Big Data wäre das heutige Leben nicht mehr vorstellbar.

(Autorin: N. Christen)

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Big Data abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s