Daten schaffen Arbeit

Gartner Inc. sagt, dass bis 2015 4,4 Millionen Arbeitsstellen durch Big Data geschaffen werden (Ericson, 2012). Das ist zwar nur eine Trendanalyse, sehr unwahrscheinlich ist die Annahme aber nicht, denn es sind auch neue Berufsbilder am Entstehen. Sie heissen Data Scientist, Data Journalist und Data Designer.

Data Scientist

Data Scientists sind Mathematiker, Informatiker, Statistiker und andere Forscher, die mit Technologie wie Hadoop, MapReduce, Cloud Computing und der Datenvisualisierung umgehen können (Klausnitzer, 2013) und damit aus Big Data neue Erkenntnisse gewinnen.

Bereits heute baut das Geschäftsmodell von Kaggle auf dem Beruf des Data Scientist auf. Sie sagen von sich selber, die grösste Gemeinschaft von Datenwissenschaftlern weltweit zu sein (Kaggle – About, 2014). Unternehmen können Daten relativ günstig der Kaggle-Community zur Auswertung übergeben. In einer Art Wettbewerb werden von der Community die Daten ausgewertet. Das Unternehmen wählt schliesslich seinen Favoriten, der somit auch zum Gewinner des Wettbewerb wird (Klausnitzer, 2013).

Data Journalist

Im letzten Beitrag zu Big Open Data haben Sie bereits Heather Brooke kennengelernt. Sie gilt aktuell als eine der bekanntesten Datenjournalisten. Beim Datenjournalismus werden als Grundlage für einen Artikel nicht Interviews geführt und textbasierte Recherchen gemacht sondern Daten aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft journalistisch aufbereitet. Bekannte englischsprachige Zeitungen wie der Guardian und die New York Times haben auf ihren Webseiten Datablogs die zeigen, was im Medienbereich mit Daten innovativ gemacht werden kann (Klausnitzer, 2013). Aber auch im deutschsprachen Raum gibt es bereits einige spannende Datenjournalismus-Blogs – eine kleine Auswahl:

Data Designer

Visualisierungen sind schneller und leichter zu lesen als unzählige Datensätze in Tabellen. Im Data Design geht es darum Daten so zu visualisieren, dass die resultierenden Fakten von verschiedenen Menschen gelesen und verstanden werden.

Open Data City (ODC), eine Agentur für Datenjournalismus und Datenvisualisierung aus Deutschland, hat dank ihren Visualisierungen bereits einige Preise gewonnen. So hat ODC zum Beispiel die Aktenschränke der Stasi mit den Datenbergen der NSA verglichen. ODC ist über Deutschland hinaus aktiv. Auch für die Schweiz hat ODC bereits Visualisierungen erstellt. Für die NZZ wurden die Lobbyisten im Bundeshaus den einzelnen Parlamentariern zugeordnet und im Auftrag der Digitalen Gesellschaft Schweiz wurden die Vorratsdaten von Nationalrat Balthasar Glättli visualisiert.

Diese und weitere Berufe, die im Umfeld von Big Data noch entstehen, können auch  für Informationswissenschaftler neue Arbeitsfelder erschliessen. Auf jeden Fall braucht es in naher Zukunft Spezialisten, die mit vielen Daten umgehen können.

(Autorin: E.A. Maurer)

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