Reden wir über Big Data

Stellen Sie sich vor, Ihre Krankenkasse berechnet die Prämien aufgrund der Krankengeschichten Ihrer Eltern und Grosseltern. Oder Google meldet Ihnen jeden Morgen, wie gross die Wahrscheinlichkeit ist, dass Sie sich heute mit Grippe anstecken (Google Flu Trends).Was, wenn Sie von der Schwangerschaft Ihrer Tochter über den Supermarkt um die Ecke erfahren (Forbes – How Target Figured Out A Teen Girl Was Pregnant Before Her Father Did)? Oder Ihre Kreditkartenfirma bemerkt den Diebstahl Ihrer Kreditkarte vor Ihnen? Sie wollen bei der Bank einen Kredit beantragen? Gerne, der Informatikdienst wird Ihre Kreditwürdigkeit anhand Ihres Facebook-Profils und weiteren Aktivitäten im Internet berechnen.

Mittels Big Data – vernetzte, grosse Menge an Daten – gehören einige solcher Vorhersagen heute bereits zur Tagesordnung. Gartner Inc., weltweit bekannt für seine Marktforschungs- und Trendanalysen, führt „Big Data“ 2011 erstmals im „Technology Hype Cycle“ auf (CIO – Der neue Gartner Technology Hype Cycle 2011). swissbib, der Metakatalog der Schweizer Hochschulbibliotheken und der Schweizerischen Nationalbibliothek, liefert aktuell 308 Treffer zum Stichwort „Big Data“. Zwar gehen die drei ältesten mit „Big Data“ beschlagworteten Dokumente auf die Jahre 1971, 1999 und 2003 zurück, mehr als zwei Drittel, 218 Erscheinungen, sind aber erst zwischen 2013 und 2014 dazu gekommen. Die Thematik Big Data wird zunehmend an Interesse und Bedeutung gewinnen. Es ist also an der Zeit, sich etwas genauer mit Big Data auseinanderzusetzen: Wie werden Daten zu grossen Daten? Welchen Nutzen und welche Risiken birgt Big Data für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft? Was bietet Big Data an Möglichkeiten für die Informationswissenschaft?

Dieser Blog soll die Breite an Anwendungsmöglichkeiten von Big Data aufzeigen, den Big Data ist überall, wir alle produzieren Big Data. Gemäss Klausnitzer (2013, S. 9) werden täglich 2,5 Quintillionen Bytes, was einer 12,5-fachen Datenmenge aller jemals gedruckten Bücher entspricht, an Daten produziert. Es soll ein Bewusstsein geschaffen werden, welche Daten von uns produziert und von anderen durchsucht, verknüpft, gespeichert, analysiert und visualisiert werden. Oder welche Daten wir selber durchsuchen, verknüpfen, speichern, analysieren und visualisieren können. Den wie so vieles ist Big Data nicht einfach nur schlecht oder gut.

Sie halten Big Data (immer noch) für einen Scherz aus einem schlechten Science-Fiction Roman? Dann empfehlen wir Ihnen, diesen Blog nicht weiter zu besuchen oder Ihr Weltbild wird gehörig ins Wanken geraten. Alle anderen heissen wir willkommen in der spannenden Welt der vernetzten Daten von Big Data.

(Autorin: E. A. Maurer)

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Eine Antwort zu Reden wir über Big Data

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